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Die Rauchschwalbe (Hirundo rustica)
Die Rauchschwalbe unterscheidet sich von der Mehlschwalbe durch lange Schwanzspieße und eine braunrote Färbung von Kehle und Stirn. Ihre Oberseite ist mit Ausnahme einiger heller Flecken blauschwarz, ebenso das Brustband.
Ihre Nester baut sie im Inneren von Ställen, Scheunen oder anderen Gebäuden an Balken,Wänden oder Mauervorsprüngen. Die Tatsache, dass sie früher auch an offenen Kaminen oder Rauchfänger brütete, trug ihr ihren Namen ein. Das schalenförmige Rauchschwalbennest besteht aus kleinen Lehmklumpen und darin eingebackenen Halmen, die öfter heraus hängen. Ihre Nahrung -in der Hauptsache fliegende Insekten- jagt sie gerne in Viehställen, bei schönem Wetter aber auch in luftiger Höhe. Tief fliegende Schwalben kündigen daher Regen an. Zwar zählt die Rauchschwalbe noch immer zu einem zu den häufigsten Singvögel, doch ihre Bestände gehen seit Jahren kontinuierlich zurück. Es wird immer schwieriger, geeignete Nistplätze zu finden, denn häufig fehlen bereits Einflugluken in den Ställen, oder sie bleiben verschlossen. Zunehmende Hygiene in den Ställen und ein hoher Pestizideinsatz auf den Feldern lassen die Nahrung für Schwalben immer knapper werden. Und asphaltierte Feldwege erschweren es ihnen, lehmiges Baumaterial für ihre Nester zu finden. Mit fertigen Nisthilfen, die einfach zu montieren sind, kann den sympatischen Fliegern geholfen werden.
Die Mehlschwalbe (Delichon urbia)
Ihr Markenzeichen ist der leuchtend weiße Bürzel, der sich kontrastreich von der sonst dunklen Oberseite abhebt. Auch bäuchlings ist die Mehlschwalbe mit Ausnahme der Schwanzfedern rein weiß gezeichnet. Ihr tief gekerbter Schwanz besitzt im Gegensatz zur Rauchschwalbe keine langen "Spieße". Ursprünglich baute die Mehlschwalbe ihre kunstvollen Nester an Felswänden oder Küstenklippen (heute noch auf Rügen!). Doch schon seit langem hat sie sich dem Menschen angeschlossen und nutzt rauh verputzte Häuserwände unter geschützten Dachvorsprüngen zum Nestbau. Hier brütet sie oft in großen Kolonien.
Ortschaften und Gebäude in der Nähe von Gewässern werden bevorzugt, denn hier jagen Mehlschwalben besonders an kühleren Tagen nach Insekten. Im Flug erbeuten sie Mücken, Fliegen, Schmetterlinge und Eintagsfliegen. Eingespeichelt ergeben diese während der Brutzeit nahrhafte Leckerbissen für den hungrigen Nachwuchs.
Leider stört sich unsere naturentfremdete Gesellschaft immer öfter an den Nestern der Schwalben, die zeitweise natürlich ihre Spuren an Fassaden, Fensterbänken und am Boden hinterlassen. Das Naturverständnis ist bedauerlicherweise weitgehend schon abhanden gekommen, der Naturschutz hat es in der heutigen Zeit außerordendlich schwer, dagegen argumentativ anzukämpfen.
Dabei kann in diesem Fall mit einem einfachen Brettchen, das an besten etwa 40 cm unterhalb der Nester befestigt wird, schon wirkungsvoll Abhilfe geschaffen werden. Der Schmutz durch Schwalbenkot und Nistmaterial kann dadurch weitgehend aufgefangen werden, ein Großteil des oft befürchteten Schmutzes entfällt somit.
Und für aktiven Schwalbenschutz bieten sich künstliche Nisthilfen an. Sie werden zumeist gerne angenommen und sorgen obendrein für ein "absturzsicheres" Brutgeschäft. |
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Ökologisch wertvolle oder standortgerechte (heimische) Strauchgehölze
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Deutscher Name
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Botanischer Name
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Bemerkungen
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Pfaffenhütchen
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Euonymus europaeus
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Vogelnährgehölz, schöne Herbstfärbung, attraktiver Fruchtschmuck
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Eingriffeliger Weißdorn
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Crataegus monogyna
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Vogelnähr- und Vogelschutzgehölz, Bienenweide
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Wolliger Schneeball
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Viburnum lantana
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Vogelnährgehölz, schöne Blütenzierde
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Gewöhnlicher Schneeball
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Viburnum opulus
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wichtiges Vogelnährgehölz, attraktive Herbstfärbung, schöne Blütenzierde
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Schwarzer Holunder
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Sambucus nigra
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Vogelnährgehölz, Bienenweide, Wildobst
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Roter Holunder
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Sambucus racemosa
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Vogelnährgehölz, Bienenweide
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Gewöhnliche Heckenkirsche
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Lonicera xylosteum
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Vogelnährgehölz, leuchtend rote Früchte, gut schattenverträglich
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Haselstrauch
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Corylus avellana
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Nährgehölz für Vögel und Säugetiere, Wildobst
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Gewöhnlicher Hartriegel
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Cornus sanguinea
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Vogelnähr-und Vogelschutzgehölz, Bienenweide
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Kornelkirsche
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Cornus mas
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Wichtige Bienenweide, Vogelschutz- und Vogelnährgehölz, frühblühend, Wildobst
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Sanddorn
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Hippophae rhamnoides
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Vogelschutz- und Vogelnährgehölz, attraktiver Fruchtschmuck, Wildobst
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Hunds-Rose
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Rosa canina
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Vogelnähr- und Vogelschutzgehölz, Bienenweide, schöne Blüten und Früchte
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Bibernell-Rose
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Rosa pimpinellifolia
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Vogelnähr- und Vogelschutzgehölz, Bienenweide, schöne Blüten und Früchte
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Hainbuche
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Carpinus betulus
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Vogelschutzgehölz, gut als Formhecke zu verwenden
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Gewöhnlicher Liguster
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Ligustrum vulgare
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Vogelschutz- und Vogelnährgehölz, Bienenweide, gut als Formhecke zu verwenden
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Faulbaum
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Rhamnus frangula
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Vogelnährgehölz, Bienenweide
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Stechpalme
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Ilex aquifolium
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Vogelschutz- und Vogelnährgehölz, immergrün
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Gewöhnliche Eibe
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Taxus baccata
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Vogelschutz- und Vogelnährgehölz, immergrün, gut als Formhecke zu verwenden
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Felsenbirne
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Amelanchier ovalis und Amelanchier lamarckii
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Vogelnährgehölz, Bienenweide, Wildobst, attraktive Herbstfärbung, frühe Blüte
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Schlehe
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Prunus spinosa
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wichtiges Vogelschutz- und Vogelnährgehölz, Bienenweide, Wildobst, verbreitet sich gut
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Leben in der wassergefüllten Wagenspur |
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Im Wald und in der Wiese, im Steinbruch oder in der Sandgrube sind Wegvertiefungen in Form von Wagenspuren zwar Bodenschädigungen, aber auch Biotopveränderungen, die für viele Tiere mittlerweile bedeutende Nischenlebensräume darstellen.
Meist sind solche Furchen oder Mulden nicht sonderlich tief und füllen sich daher recht schnell mit Wasser, bilden somit einen ganz besonderen Lebensraum. Die Temperatur in solchen Spurrinnen kann schnell ansteigen und damit Vegetationsformen fördern, die Wasser und Wärme gleichermaßen zu ihrer Entwicklung benötigen.
Es entstehen Klein-und Kleinstbiotope mit einem oft reichhaltigen Leben.
Kröten und Frösche, Molche, Libellen sowie eine Vielzahl weiterer Insekten vollziehen in Wagenspuren ihre Entwicklung -und sind dort vielfach ungefährdeter und ungestörter als in Teichen und Tümpeln der offenen Landschaft.
Fressfeinde werden längst nicht so schnell auf solch unscheinbare, kleinräumige Wasserstellen aufmerksam und davon angelockt.
Allerdings sorgen länger anhaltende Trockenheit und ausbleibender Regen dafür, dass vieles vom Wasserleben vorzeitig abstirbt oder, etwa bei den Amphibien, seine Entwicklung beschleunigt verlaufen lässt.
Abgesehen von sich verändernden Wasserständen, Abweichungen in der Stoffumsetzung des Wassers, Trockenperioden und Vegetationsschwankungen gibt es allerdings noch ein Katastrophenereignis, das dem Leben in der Fahrrinne ein schnelles Ende setzt: Ein einziger Wagen zur falschen Zeit, nämlich während des Sommers, kann alles zunichtemachen, was sich an vielfältig miteinander vernetzten Lebensgemeinschaften aufgebaut hat.
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